Gartenteich mit Natursteinrand

Gartenteich winterfest machen

Ratgeber · Gartenteiche · Lesedauer ca. 5 Minuten

Ein Gartenteich kommt in der Regel gut durch den Winter — vorausgesetzt, man bereitet ihn im Herbst vor, statt ihn sich selbst zu überlassen. Die wichtigsten Maßnahmen betreffen vor allem drei Dinge: organisches Material, Technik und Lebewesen.

Laub und Pflanzenreste entfernen

Herbstlaub, das im Teich verrottet, zehrt Sauerstoff und kann über den Winter zu schädlichem Faulschlamm und Gasen führen. Ein Laubnetz über dem Teich erleichtert es, Blätter abzusammeln, bevor sie absinken. Wer Fische im Teich hat, sollte laut mehreren Ratgebern mit einer großen Grundreinigung vorsichtig sein: Eine zu gründliche Reinigung kurz vor dem Winter kann die Wasserschichten durcheinanderbringen und die unteren, für Fische wichtigen wärmeren Zonen stören.

Pflanzen zurückschneiden — aber nicht alles

Verblühte Seerosenblätter und absterbende Stängel von Sumpf- und Randpflanzen werden üblicherweise zurückgeschnitten. Empfohlen wird dabei häufig, Schilf oder Binsen nicht bodeneben, sondern mit einem Reststück von etwa 20 cm über der Wasseroberfläche stehen zu lassen — die hohlen Stängel helfen, eine Stelle am Teichrand eisfrei zu halten und sorgen für etwas Luftaustausch.

Naturteich mit Steinrand und Bepflanzung, Wasseroberfläche spiegelt den Himmel
Ein gepflegter Teichrand mit Steinbett erleichtert im Herbst auch die Reinigung.

Die Pumpe sichern

Teichpumpen sind in der Regel nicht frostfest und sollten vor dem ersten stärkeren Frost herausgenommen, gereinigt und frostfrei — am besten in einem Eimer mit Wasser — gelagert werden, damit Dichtungen nicht austrocknen. Das gilt besonders für Filteranlagen und UVC-Klärer.

Den Teich nicht komplett zufrieren lassen

Damit unter der Eisdecke lebende Tiere und Mikroorganismen weiter mit Sauerstoff versorgt werden und Faulgase entweichen können, darf der Teich nicht vollständig zufrieren. Dafür gibt es mehrere gängige Lösungen: ein schwimmender Eisfreihalter mit kleiner Heizung, ein Stück Styropor, das auf der Oberfläche schwimmt, oder eben die stehengelassenen hohlen Pflanzenstängel. Von Gewalt gegen die Eisdecke — etwa mit dem Hammer — wird abgeraten, da die Druckwellen Fische verletzen können; diese Einschätzung ist in Ratgebern weit verbreitet, auch wenn harte Zahlen dazu kaum vorliegen.

Tiefe entscheidet — vor allem bei Fischen

Wie gut ein Teich den Winter übersteht, hängt stark von seiner Tiefe ab. Ein ausreichend tiefer Teich — häufig wird eine Richtgröße von rund 80 cm oder mehr genannt — friert in der Regel nicht bis zum Grund durch, sodass Fische dort überwintern können. Flachere Teiche oder besonders kälteempfindliche Arten wie Koi sollten im Zweifel in einem frostfreien Behälter in Keller oder Garage überwintern. Da die genaue Grenze je nach Region, Winter und Fischart variiert, lohnt sich im Einzelfall eine Einschätzung vor Ort.

Frostempfindliche Pflanzen umziehen lassen

Tropische Seerosen, Wasserhyazinthen und andere nicht winterharte Schwimmpflanzen gehören nicht in den zufrierenden Teich. Sie werden meist in einem Eimer oder Becken mit Wasser an einem hellen, kühlen, aber frostfreien Ort überwintert.

Einordnung: Die genannten Richtwerte (Teichtiefe, Stängelhöhe) sind in der Praxis verbreitete Empfehlungen aus mehreren Ratgeberquellen, keine Normwerte. Je nach Teichgröße, Besatz und Mikroklima im Garten kann die richtige Vorgehensweise abweichen — im Zweifel lohnt sich eine individuelle Einschätzung vor Ort.

Quellen

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